Energiespiel Energetika 2010
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Energie-Frage der Woche

Wie wird sich die Energieversorgung in den kommenden Jahrzehnten wandeln? (20. Dezember 2010, dlr.de)

Im Wissenschaftsjahr "Die Zukunft der Energie" hat das DLR jede Woche eine Frage zum Thema Energie gestellt. Beantwortet hat sie Wissenschaftsjournalist Jan Oliver Löfken. Im Blog konnten die User Fragen und Kommentare publizieren, auf die wir geantwortet haben. Fast 150 Diskussionsbeiträge, Fragen und Antworten sind so zusammengekommen.

Spielanleitung/Video

In unserem Video Kurzeinführung erfährst du eine Variante, wie du erfolgreich in das Energiespiel starten kannst. Zudem werden die einzelnen Menues vorgestellt. Das Video gibt es als Download, es ist 130 mb groß: energiespiel-start-und-navigation.mov.zip

Die Zukunft wird smart

Strommanagement zu Hause
Waschmaschine, Spülmaschine, Trockner werden befüllt und angestellt. Aber nichts passiert, denn die Haushaltsmaschinen der Zukunft sind smart. Während sich der Mensch anderen Dingen des Lebens – etwa schlafen – widmet, warten die Maschinen. Sie warten auf einen günstigen Strompreis, auf ein Signal des smarten Stromzählers. Sobald der Smart Meter, der intelligente Stromzähler, den Smart Applications, den intelligenten Haushaltsgeräten, ein Zeichen gibt, dass der Strompreis jetzt gerade günstig ist, starten sie. Gewaschen, gespült und getrocknet wird somit in der Zukunft wesentlich günstiger als heute.

Noch haben wir einen relativ fixen Preis für Strom. Zurzeit liegt er bei ca. 20 Cent pro Kilowattstunde. In Zukunft wird sich der Strompreis nach dem Strom-Angebot richten. Bläst der Wind oder scheint die Sonne, so wird durch Windkraftanlagen und Fotovoltaik Strom produziert und der Preis für Strom wird günstig. Das intelligente Stromnetz der Zukunft, das Smart Grit, schickt dann dem Smart Meter ein Signal. Der wiederum signalisiert allen Smart Applications, dass es jetzt sinnvoll wäre, zu waschen, spülen oder trocknen.

Drehstromzähler
Der Smart Meter ersetzt in Deutschland ab 2010 den ausgedienten Drehstromzähler. Bei diesem dreht sich ein Rädchen hinter Glas. Damit kann man zwar sehen, dass im Haushalt gerade Strom verbraucht wird, aber wie viel ist nicht zu erkennen. Der Smart Meter zeigt den Stromverbrauch digital, genau und nachvollziehbar an. Das hat beispielsweise den Vorteil, dass man nach dem Ausschlussverfahren – die Elektrogeräte einzeln abschalten und den Verbrauch ablesen – nun selbst Stromfresser aufspüren kann.

Alles im Blick
Schon heute besteht die Möglichkeit den Smart Meter über das Internet oder das Handy abzulesen. In Zukunft könnten die Angaben zum Stromverbrauch wesentlich detaillierter sein: Wir, die Verbraucher, hätten dann eine Übersicht über alle Elektrogeräte im Haushalt und deren Stromverbrauch aber auch über den aktuellen Strompreis. (Interessiert dich schon jetzt, wie viel Strom dein PC oder das tägliche Haarfönen verbraucht, dann erfährst du hier wie du das messen kannst.)


Zeitplan
Seit Anfang 2010 müssen Neubauten und grundlegend sanierte Gebäude mit intelligenten Stromzählern ausgestattet werden. Wer einen intelligenten Stromzähler in seinen bestehenden vier Wänden nutzen möchte, muss dies zurzeit noch selber bezahlen.

Ende 2010 müssen alle Stromanbieter flexible Tarife einrichten, abhängig von Stromangebot (Wind bläst) und Nachfrage (Fußball-WM-Endspiel). Es bleibt abzuwarten, wie flexibel die Preisgestaltung der Stromanbieter aussehen wird.

Solange die smarte Waschmaschine, die sich eigenständig bei einem günstigen Strompreis einschaltet, noch Zukunftsmusik ist, müssen Menschen den Strompreis selbst im Blick behalten und im richtigen Moment die Wäsche von Hand starten. Dies tun sie nur, wenn der Anreiz, also der Strompreisunterschied zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Tarif, hoch genug ist. 

DIALOGIK - gemeinnützige Gesellschaft für Kommunikations- und Kooperationsforschung mbH