Energiespiel 2010

Online und spielerisch das Thema „Zukunft der Energie“ behandeln.Im Unterricht oder zu Hause spielen und lernen.

Aktuelles

Hier erhalten Sie einen plastischen Eindruck, wie das Energiespiel in der Schulpraxis in den Schulen ankommt.

Lernziele und Spielziele

Es gibt in diesem Energiespiel zwei Arten von Zielen:

  1. Spielziele: Ziele, die beschreiben, was der Spieler im Spiel erreichen muss.

  2. Lernziele: Ziele, die beschreiben, was das Spiel bei den Schülerinnen und Schülern bewirken soll.

Innerhalb des Unterrichts

Spiele innerhalb des schulischen Unterrichts
Acht Modellschulen probierten das Energiespiel in ihrem Unterricht aus. Hier stellten die Mitarbeiter von Dialogik das Spiel im Unterricht vor, und die Schülerinnen und Schüler spielten alleine oder in Zweiergruppen.

  • Überwaldgymnasium Wald-Michelbach, Kreis-Bergstraße, Hessen (9. Juni 2010)
    Dies war der erste offizielle Durchlauf des Energiespiels an der Modellschule Überwaldgymnasium, und die 32 Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse konnten einen ganzen Vormittag online Energie spielen. Zuvor mussten noch das Prgramm Flashplayer auf den Rechnern installiert werden, damit alles gut und vor allem schnell lief. Einige aus der Klasse sahen schnell das "Game-over"-Symbol, wenn sie zu viel oder zu wenig gebaut hatten, in einigen Städten das Licht ausging, oder der Strompreis zu hoch oder zu niedrig gedreht war. Aber beim zweiten Anlauf klappte es häufig besser, und die einzelnen Gruppen wählten fantasievolle Strategien, um den berühmten Strommix in Zukunft "grüner" hinzubekommen.

    Das Spiel läßt sich erfolgreich mit der "ruhigen kühlen Hand" spielen. Das wurde dem Schulbetreuer und den betreuenden Lehrern noch einmal klar. Eine Schülerin aus dieser Klasse kam beim allerersten Anlauf bis zum Schluss im Jahr 2050 durch, und erreichte respektable 200.000 Punkte. Und das ging, obwohl sie offen sagte, "sie mache nicht viel mit Internet".

  • Hohenstaufen-Gymnasium Eberbach, Baden-Württemberg (10. Juni 2010)
    Die 15 Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse hatten schon vorher einiges zu Energie und Stromerzeugung im NWT-Unterricht gehört, und so rundete das Energiespiel den Stoff ab. Dieses Mal standen drei Schulstunden nach der Mittagspause zur Verfügung, um das Spiel auszuprobieren. Zum Einsatz kamen die schuleigenen Laptops mit schön schnellen W-Lan-Verbindungen.

    Gleich mehrere Schüler schafften zum Schluss im Highscore die magische Grenze von über 200.000 Punkte. Einige setzten zu Beginn auf Wind und Sonnenenergie, andere auf Biomasse und etwas Kohle. Ein Schüler äußerte, dass er gar keine richtige Strategie nach dem Motto "rein nach dem Gefühl" gefahren hatte, und trotzdem gut bis ins Jahr 2050 durchgekommen ist.

  • Realschule Althengstett bei Calw, Baden-Württemberg (15. Juni 2010)
    Diesmal saßen 2 Schülerinnen und 14 Schüler der 9. Klasse der Realschule Althengstett vor den Rechnern. Und die Schulbetreuer lernten selbst, dass lange einführende Worte zur Spielidee und zur Navigation bei den jungen Leuten nicht nötig sind. Die Schüler spielten sofort los, gingen intuitiv ran, justierten schnell nach, wenn bei Soziales oder Ökologie die Punkte unter eine kritische Schwelle absackten. Sie senkten den Strompreis, schalteten die Kohlekraftwerke ab oder investierten in die Umschulung der Arbeiter.

    Viele schafften das Spiel bis zum Jahr 2033 und erreichten damit ein hervorragendes Ergebnis. Eine Schülerin und ein Schüler kamen sogar bis zum Jahr 2050 durch, mit deutlich erhöhtem Windkraftanteil, und sie hatten dabei den CO2-Ausstoß durch Abbau der Kohlekraftwerke deutlich reduziert.

  • Gymnasium Harksheide, Norderstedt bei Hamburg, Schleswig-Holstein (23. Juni 2010)
    Auf dieser Seite unter "Downloads/Links" und im Schülerportal unter "www.energiespiel.de" stehen 12 Steckbriefe aller wichtigen Energieträger. Liest man die, ist man prima auf das Energiespiel vorbereitet. Und genau diese Steckbriefe schauten sich die 20 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Harksheide vorher genau an. Und manch einer war neugierig, und hat sich am Abend vorher schon zu Hause "warm" gespielt.

    Und entsprechend gut gerüstet spielte der 12er Kurs an einem Vormittag los. Jedes Mal, wenn eine/einer das Jahr 2050 erreichte, unterbrachen die anderen – etwas schweren Herzens – ihr Spiel, schauten sich die Abschlussbilanz an, und lernten, wie man gut durchkommt. Es kam auf die Strategie an, die die Schüler zu Beginn einschlugen, und die war ja nicht vorgegeben.

    Zum Schluss skizzierten die Schüler in 2er-Gruppen in einer Mindmap, wie – diesmal in der Realität - ihr perfekter "Energiemix 2050" aussehen soll.

    Bericht zum Energiespiel auf der Website der Schule unter "Aktuelles": http://www.gymnasium-harksheide.de/

  • Heiligenbergschule Heidelberg, Grund-, Haupt- und Werkrealschule, Baden-Württemberg (24. Juni 2010)
    Jeweils eine Doppelstunde war für die 9. Klasse (10 Schülerinnen und Schüler) und die  10. Klasse (15 Schülerinnen und Schüler) reserviert. Lange Vorbereitung und Erklärungen schlossen sich also aus und waren bei den Schülerinnen und Schüler der Heiligenbergschule nicht nötig. Sie stiegen sofort in das Spiel ein, entschieden sich instinktiv für Wind, Wasser oder Sonne und wählten dabei Atomkraft oder Kohle als Brückentechnologie. Bemerkenswert war, dass gleich mehrere Schülerinnen und Schüler ohne Ausscheiden bis 2050 kamen.

  • Gymnasium Isny im Allgäu, Baden-Württemberg (2. Juli 2010)
    Einige Schüler aus dem Gymnsium in Isny kannten das Energiespiel schon, war es doch bereits im Frühjahr Ort eines intensiven Praxistests. Dort hatte die PC-AG mit "echten Spiel-Kracks" die Beta-Version auf Herz und Nieren geprüft, und Rückmeldung und viele Tipps gegeben, wie man das Spiel besser spielen kann. Nun konnten 25 Schüler aus der 10. Klasse noch einmal das Spiel intensiv ausprobieren.


    Im Anschluss an die Unterrichtseinheit hat ein Schüler der Stufe 12, der gleichzeitig schon als Lokalredakteur arbeitet, Iris Tuttlies (INEP) und Ludger Benighaus (DIALOGIK) interviewt und einen Artikel in der SZON – Das Internetportal der Schwäbischen Zeitung veröffentlicht: "Energetika 2010" macht Gymnasiasten Spaß


    Des Weiteren ist nach dem Besuch des Gymnasiums in Isny erschienen: Schüler testen Energiespiel (pdf)

  • Raphaels-Gymnasium in Heidelberg, Baden-Württemberg (5. und 6. Juli 2010)
    Die Schülerinnen und Schüler der zwei 12er Kurse (Stärke je 20) gingen besonnen und überlegt vor, als sie das Energiespiel in ihrem Gymnasium ausprobierten. Und genau die strategische Denkweise ist eine der Voraussetzungen, um erfolgreich zu spielen. Sie stellten viele inhaltliche Fragen, und merkten schnell, dass man nach und nach Kraftwerke erneuern soll, und nicht viel, aber auch nicht zu wenig auf einmal forschen darf.

  • Mörike-Gymnasium in Ludwigsburg, Baden-Württemberg (7.Juli 2010)
    "Erst die Arbeit, dann das Spiel!" So lautete das Motto bei den zwei10er Klassen mit zusammen 45 Schülerinnen und Schülern. Sie bereiteten sich intensiv eine Woche vorher vor, diskutierten noch einmal die dreiDimensionen der Nachhaltigkeit, trugen in Kleingruppen in einer eigenen Unterrichtseinheit Vorteile und Nachteile aller wichtigen Energieträgerzusammen. Und entsprechend gut gerüstet spielten sie in einer Doppelstunde das Energiespiel. Energie und Klimawandel sind ohnehinlangfristige Themen, die das Gymnasium aktiv angeht. So beteiligen sich Schülerinnen und Schüler am Klimaschutzkonzept der Stadt Ludwgsburg. Siebesuchten auch Vorträge, wenn Wissenschaftler - wie beim Talk im Türmle - das komplexe Thema Energieversorgung vorstellen.

  • Deutsch Französischen Seminar, Freiburg (26. November 2010)
    Energiespiel vorgestellt beim Deutsch Französischen Seminar am 26.11.2010 in Freiburg. 18 Jugendliche aus Deutschland und Frankreich analysierten das Spiel. Eine spannende Diskussion über die Unterschiede der Bedeutung der Atomenergie in Deutschland und Frankreich schloss sich an.

DIALOGIK - gemeinnützige Gesellschaft für Kommunikations- und Kooperationsforschung mbH