Energiespiel Energetika 2010
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Energie-Frage der Woche

Wie wird sich die Energieversorgung in den kommenden Jahrzehnten wandeln? (20. Dezember 2010, dlr.de)

Im Wissenschaftsjahr "Die Zukunft der Energie" hat das DLR jede Woche eine Frage zum Thema Energie gestellt. Beantwortet hat sie Wissenschaftsjournalist Jan Oliver Löfken. Im Blog konnten die User Fragen und Kommentare publizieren, auf die wir geantwortet haben. Fast 150 Diskussionsbeiträge, Fragen und Antworten sind so zusammengekommen.

Spielanleitung/Video

In unserem Video Kurzeinführung erfährst du eine Variante, wie du erfolgreich in das Energiespiel starten kannst. Zudem werden die einzelnen Menues vorgestellt. Das Video gibt es als Download, es ist 130 mb groß: energiespiel-start-und-navigation.mov.zip

Soziologe/in

Wenn Mist zu Strom werden soll
Am Ortsrand von Kleinhausen soll eine Biogasanlage errichtet werden. Die ansässigen Bauern wollen im wahrsten Sinne des Wortes aus ihrem Mist Strom machen und ihn für ihre Bauernhöfe verwenden. Sie haben aber nicht damit gerechnet, mit der Nutzung dieser regenerativen Energieform, auf so große Ablehnung bei den Bewohnern von Kleinhausen zu stoßen. Viele Bewohner von Kleinhausen haben sogar geplant, die Bauern zu verklagen, wenn diese tatsächliche damit anfangen, ihre Biogasanlage zu bauen. Der Dorffriede ist dahin, alle Beteiligten sind unzufrieden.


Soziologe Jörg Staudenacker, Energetika 2010
Soziologe Jörg Staudenacker, Energetika 2010

Was ist eigentlich das Problem?
Den Bauern ist nicht klar, weshalb so viele Bewohner etwas gegen die Biogasanlage einzuwenden haben. Die Gründe der Menschen sind für sie nicht nachvollziehbar: Haben sie vielleicht Angst, dass es stinken könnte? Oder ist es wegen dem Baulärm? Oder haben die Leute einfach nur Vorurteile, weil sie gar nicht genau wissen, was eigentliche eine Biogasanlage ist und wie sie funktioniert?

Aus Sicht der Bauern ist es doch eigentlich eine geniale Idee, den entstehenden Abfall der Bauernhöfe, vor allem den Mist von Kühen und Schweinen, zur Erzeugung von Strom zu verwenden. 


Fragen stellen
Als Soziologe/in suchst du nach Erklärungen für das ablehnende Verhalten der Bewohner von Kleinhausen. Um herauszufinden, was für Bedenken und Vorurteile die Bewohner genau haben, kannst du sie befragen. Du erarbeitest einen Fragebogen und interviewst die Bewohner anschließend.

Ergebnisse auswerten
Dann wertest du die Fragen aus. Das heißt, du schaust dir die gegebenen Antworten auf deine Fragen genau an. Du findest z.B. heraus, dass viele Bewohner glauben, dass so eine Biogasanlage sehr stinkt. Aber auch, dass gerade ältere Mitbürger keine Lust haben in Zukunft auf eine hässliche Biogasanlage zu schauen, wenn sie aus dem Fenster sehen. Sie wollen sich im Frühling lieber an den blühenden Feldern erfreuen. Zudem ist Ihnen diese neue Technologie einfach auch ein bisschen unheimlich. 

Lösungsansätze finden
Das Ergebnis deiner Auswertungen ist, dass die meisten Bewohner gar keine genaue Vorstellung von so einer Biogasanlage haben. Ihnen fehlen also Informationen. Daher überlegst du dir, wie die Bauern dafür sorgen können, dass die Bewohner besser über das Vorhaben Biogasanlagenbau informiert werden. Sie sollen genau über die Biogasanlage Bescheid wissen. Nur so können die Bewohner ihre Vorurteile und Bedenken abbauen.


Gesellschaftliche Probleme verstehen
Soziologen können also gesellschaftliche Probleme verstehen und durch diese Ergebnisse dazu beitragen, Lösungsansätze zu erarbeiten. Das können sie tun, weil sie sich gut mit gesellschaftlichen Strukturen und Zusammenhängen auskennen. Sie finden also Situationen und Gegebenheiten interessant, in denen Menschen aufeinander treffen und sich, bewusst oder unbewusst, gegenseitig in ihrem Handeln beeinflussen. 


Wie wird man das?
Um Soziologe/in zu werden, musst du drei bis vier Jahre an einer Universität studieren. Der Studiengang wird bundesweit an jeder größeren Uni Angeboten, z.B. in Stuttgart, Dresden oder Göttingen.

Weitere Infos

Näheres erfährst du über das Internetportal BERUFENET der Arbeitsagentur (Suchbegriff „Soziologie“).

 

DIALOGIK - gemeinnützige Gesellschaft für Kommunikations- und Kooperationsforschung mbH