Energiespiel Energetika 2010
Spielaufrufe:
35439
Highscore:
424.521
Energie-Frage der Woche

Wie wird sich die Energieversorgung in den kommenden Jahrzehnten wandeln? (20. Dezember 2010, dlr.de)

Im Wissenschaftsjahr "Die Zukunft der Energie" hat das DLR jede Woche eine Frage zum Thema Energie gestellt. Beantwortet hat sie Wissenschaftsjournalist Jan Oliver Löfken. Im Blog konnten die User Fragen und Kommentare publizieren, auf die wir geantwortet haben. Fast 150 Diskussionsbeiträge, Fragen und Antworten sind so zusammengekommen.

Spielanleitung/Video

In unserem Video Kurzeinführung erfährst du eine Variante, wie du erfolgreich in das Energiespiel starten kannst. Zudem werden die einzelnen Menues vorgestellt. Das Video gibt es als Download, es ist 130 mb groß: energiespiel-start-und-navigation.mov.zip

Stromverbrauch messen

Energiemessgeräte im Einsatz

Unverzichtbar
Tag ein Tag aus sitze ich für mehrere Stunden an meinem Laptop. Mails abrufen, im Internet surfen oder Referate schreiben. Ohne meinen kleinen Helfer wären diese Dinge undenkbar – ohne Strom auch. Da hab ich mich neulich gefragt, wie viel von dem Saft aus der Steckdose ich eigentlich jeden Tag dafür verbrauche und was mich das so kostet. Ich habe mit einem guten Bekannten darüber geredet. Er hat mir vorgeschlagen, dass ich mir doch einfach ein Energiemessgerät  kaufen soll, wenn ich’s so genau wissen will.

Energiekosten-MessgerätEnergiemessgerät
Also hab ich mir im Elektrofachgeschäft so ein Ding gekauft. Allerdings fiel schon die Auswahl nicht ganz leicht, es gibt einige davon. Ich hab mich dann für ein preisgünstiges Modell für knapp 13 € entschieden.

Vorbereitung
Alles, was ich wissen muss, um den Stromverbrauch meines Laptops zu erfahren, sind die Kosten, die ich pro Kilowattstunde bezahle. Die Kosten habe ich bei meinem Stromanbieter erfraget, bzw. sie stehen auch in dem Vertrag, den ich mit meinem Stromanbieter geschlossen habe. Ich bezahle 20 Cent pro Kilowattstunde.

Einstellen
Das Messgerät ist übersichtlich angeordnet: Ein Display, vier Knöpfe und drunter ne Steckdose. Zuerst drücke ich, wie in der Anleitung beschrieben, den zweiten Knopf von links solange, bis im rechten oberen Teil des Displays die Anzeige „W“ für Watt erscheint. Danach drücke ich mich mit dem Knopf rechts daneben solange durchs Menü im unteren Teil des Displays, bis ich zu „Cost/kWh“ komme. Jetzt kann ich meinen Strompreis einstellen: 20 Cent pro Kilowattstunde.

Loslegen
Jetzt kann’s losgehen: Ich stecke das Messgerät in die Steckdose ein und mein Laptopkabel in das Energiemessgerät. Das Gerät steckt also zwischen Steckdose und Laptop. Jetzt noch den Laptop anschalten. Und schon misst das kleine weiße Kästchen los: Wenn ich mich durch das Menü klicke, kann ich sehen, dass die elektrische Spannung des Stroms 226 Volt beträgt. Die Leistung meines Computers beträgt 30 Watt.

Normalbetrieb
Während ich meine Mails abrufe und einen Text im Schreibprogramm verfasse, also im Normalbetrieb arbeite, zeigt das Gerät an, dass mein Laptop 0,02 Kilowattstunden (kWh) verbraucht. Ich multipliziere das mit dem Preis, den ich für eine Kilowattstunde (kWh) bezahlen muss: 0,02 kWh x 0,2 €/kWh. Eine Stunde kostet also 0,004 €. Das klingt ja nicht gerade viel. Wenn ich aber täglich ca. 8 Stunden am Laptop arbeite, sind das aufs Jahr hoch gerechnet immerhin 11,68 € (0,004 €/h x 8 h x 365 =11,68 €) und der Laptop ist ja nicht das einzige Gerät, das täglich Strom verbraucht.

Stand-by
Nach drei Stunden brauch ich ne Pause. Also klappe ich den Bildschirm zu, der Laptop geht in den Stand-by-Betrieb. Das Energiemessgerät zeigt ein Watt an. Dann klingelt es an der Tür. Meine Freundin kommt spontan vorbei und fragt mich, ob wir Eis essen gehen. Klar, sag ich. Den Laptop lass ich an, schließlich will ich heute noch weiterarbeiten und es ist praktisch, wenn man ihn nicht erst neu starten muss. Die Zeit vergeht wie im Flug, ich bin vier Stunden weg. 1 Watt (W) x 4 Stunden (h) = 4 Wh oder 0,004 kWh. Vier Stunden im Stand by kosten also 0,004 kWh x 0,2 €/kWh, also 0,0008 €. Wenn mein Laptop jeden Tag vier Stunden im Stand-by-Betrieb läuft, dann sind das im Jahr 0,0008 € x 365, also rund 30 Cent. Mein Laptop ist also insgesamt ein recht sparsamer Zeitgenosse.

Deluxe-Version
Neben einem solch einfachen Energiemessgeräte hab ich neulich noch eine Deluxe-Version entdeckt. Sie besteht aus zwei Funkteilen, die man zwischen Steckdose und Elektrogerät steckt und einer Anzeigeeinheit, die aussieht wie eine Fernbedienung mit kleinem Display und sechs Knöpfen. Die Anzeigeeinheit kann die Daten von bis zu neun Funkteilen empfangen und anzeigen. Sie kann damit den Verbrauch mehrerer Elektrogeräte auf einmal messen.

Bevor man mit der Deluxe-Version zu messen beginnt, muss man zunächst den Suchlauf starten, damit sich die Anzeigeeinheit und die Funkteile verbinden. Und natürlich muss ich auch hier wieder im Menü den Strompreis pro Kilowattstunde einstellen.

Unterschiede
Das praktische an dieser Luxusvariante: Man kann die Daten bequem auf dem Display der Anzeigeeinheit ablesen, ohne sich dafür auf Augenhöhe mit der Steckdose begeben zu müssen.

Die Daten, die das Gerät anzeigt, sind nicht exakt dieselben, wie die bei meinem Energiemessgerät für knapp 13 Euro. Sie liegen etwas darüber. Das kann zum einen an einer unterschiedlichen Genauigkeit der beiden Geräte liegen, andererseits sind kleinere Schwankungen in der Leistung von Elektrogeräten durchaus normal und nichts Ungewöhnliches.

Preislich unterscheiden sich die beiden Geräte erheblich. Für die Deluxe-Variante mussten knapp 36 Euro investiert werden.

DIALOGIK - gemeinnützige Gesellschaft für Kommunikations- und Kooperationsforschung mbH